Das Protokoll

Das Protokoll

Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin des BAMF fasst den Verlauf der Anhörung und Ihre Angaben in einem Protokoll zusammen. Dazu diktiert er oder sie während der Anhörung das Protokoll auf ein Tonband, das danach abgetippt wird.

Das Protokoll muss Ihnen Wort für Wort zurückübersetzt werden. Dies geschieht in der Regel während der Anhörung in kleinen Abschnitten. Falls Ihnen Fehler oder Missverständnisse auffallen, bestehen Sie auf einer Korrektur. Denn das Protokoll der Anhörung ist das wichtigste Dokument Ihres Asylverfahrens. Fehler im Protokoll können dazu führen, dass man Ihnen nicht glaubt.

Zum Schluss werden Sie aufgefordert zu unterschreiben, dass Sie Gelegenheit hatten, über alle wichtigen Informationen zu berichten, dass Sie alles verstanden haben und dass Ihnen das Protokoll zurückübersetzt wurde. Unterschreiben Sie nicht, wenn Sie der Meinung sind, dass das Protokoll schwere Fehler enthält. Sprechen Sie in diesem Fall möglichst bald nach der Anhörung mit einer Beratungsstelle, einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt.

Bitten Sie darum, dass Ihnen die Abschrift des Protokolls vor der Entscheidung ausgehändigt wird. Üblicherweise erhalten Sie das Protokoll nach wenigen Wochen mit der Post zugeschickt. Wenn Sie eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt beauftragt haben, bekommt dieser das Protokoll und wird es Ihnen dann zuschicken oder es mit Ihnen besprechen. Kontrollieren Sie das Protokoll noch einmal und weisen Sie ihren Rechtsanwalt oder Rechtsanwältin auf Fehler hin. 

Falls Sie keinen Rechtsanwalt oder keine Rechtsanwältin haben, bitten Sie eine Beratungsstelle um Hilfe, um mögliche Fehler beim BAMF richtigzustellen.

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