Asylbewerber und Geduldete

Die gesetzlichen Einschränkungen

Für jeden, der nach Deutschland kommt und einen Antrag auf Asyl stellt, gilt grundsätzlich ein dreimonatiges Arbeitsverbot. Die Frist richtet sich nach dem Datum der Registrierung in der Erstaufnahmeeinrichtung. Nach diesen drei Monaten kann man sich auf eine Stelle bewerben.

Seit August 2016 ist auch die Regelung der Vorrangprüfung* weggefallen. Das bedeutetet, dass Asylbewerber und Geduldete berechtigt sind , jede Art von Arbeit auszuüben.

Aber: Es gibt Einschränkungen.

  • Asylbewerber und Geflüchtete sind verpflichtet für die Arbeitsstelle, auf die sie sich bewerben, eine Erlaubnis der Ausländerbehörde einzuholen. Das gilt auch für die Bewerbung auf eine Ausbildung.
  • Asylbewerber und Geflüchtete dürfen keine selbständige Tätigkeit ausüben. Sie müssen also immer bei einem Unternehmen angestellt sein.
  • Die Asylbewerber aus sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten**“ wie etwa vom Westbalkan haben ein Arbeitsverbot bis zum Ende des Asylverfahrens.

Nach insgesamt vier Jahren gibt es keinerlei Einschränkungen mehr.


Vorrangprüfung* - Es muss geprüft werden, ob es einen EU-Bürger gibt, der auch für die Arbeitsstelle geeignet wäre. Nur wenn dies nicht der Fall ist, kann die Stelle an einen Asylbewerber vergeben werden.

sicheren Herkunftsstaaten** - Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Ghana und Senegal

 Wichtig ★

Der Antrag auf Arbeitserlaubnis kann erst gestellt werden, wenn die Tätigkeit gefunden ist.

 Wichtig ★

Besitzt ein Flüchtling einen anerkannten ausländischen oder einen deutschen Ausbildungs- oder Hochschulabschluss, ist es sehr viel einfacher, eine Arbeitserlaubnis zu erhalten.

mehr Info: Anerkennung von Abschlüssen und Qualifikationen

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